Kategorie: UX-Testing

Bessere Erkenntnisse durch gute Feldarbeit: Worauf es bei der Rekrutierung von Meinungsgebenden ankommt!

Ende 2024 suchte ich für einen UX-Test einen Rekrutierungspartner. Der Screener war ungewöhnlich umfangreich, die Auswahlkriterien komplex, die Quoten eng gefasst. Alles basierte auf umfangreichen Persona-Beschreibungen.

Als ich unserem Kunden berichtete, wie schwierig die Suche nach Felddienstleistern war, fragte er:
„Hast du schon Helena von VISiiO angefragt?“.
Ich kannte Helena nicht, folgte aber natürlich der Kundenempfehlung, und bereute es keine Sekunde.

Auch für Helena und ihr Team war die Aufgabe anspruchsvoll. Sie stellten jedoch umgehend wichtige Fragen: „Welche Merkmale sind zwingend nötig? Warum wird das abgefragt? Habt ihr daran gedacht, dass …!“. Noch vor der Beauftragung bekam ich eine kostenlose, wertvolle „Screener-Beratung“. Helena und ihr Team sahen sich sofort als Partner und Lösungsfinder. Sie wollten verstehen, hinterfragten Vorgaben und dachten mit. Diese Haltung schätze ich bis heute.

Ich besprach ihre Anregungen mit unserem Kunden, wir überarbeiteten die Kriterien und Quoten – und erhielten passende, kommunikative, auskunftsfähige und motivierte  Meinungsgebende: Menschen, deren Erfahrungen uns halfen, die Forschungsfragen zu beantworten und eine fundierte Grundlage für Entscheidungen zu schaffen.

Seit 2025 sind Helena und ich im engen, fachlichen Austausch.

Helena Berghoff von VISiiO im Portrait

Helena Berghoff

Helena hat ihr Unternehmen VISiiO insights 2011 gegründet und führt es seitdem. Sie ist begeisterte Läuferin, Mutter von zwei Kindern und Kölnerin mit Leib und Seele.

Ihre Leidenschaft gilt Menschen und ihren Meinungen.

Für unser Interview wollte ich von ihr genauer wissen, was gute Rekrutierung ausmacht:
Wann helfen Personas, wann führen sie in die falsche Richtung?
Wie erkennt und vermeidet man Fehlrekrutierungen?
Was motiviert Menschen, über Wochen an einer Studie mitzuwirken?
Und was können Auftraggeber selbst zur Qualität der Feldarbeit beitragen?

Helena gibt in unserem Gespräch tiefe Einblicke in eine Arbeit, die für die Qualität der Erkenntnisse aus Studiendaten entscheidend ist – und die doch oft im Hintergrund bleibt und zu wenig Wertschätzung erfährt.

Ich mag das gern ändern!

Weiterlesen

KI macht UX Research schneller. Machen wir UX Research wirksamer?

KI schenkt immer mehr Zeit in der Vorbereitung, Durchführung, Dokumentation und Auswertung von qualitativen und quantitaiven UX und User Research Projekten. Diese Zeit nutzen viele von uns schon sehr wirkungsvoll: Sie setzen diese Zeit einsetzen, um bei gleichbleibender Arbeitszeit mehr Projekte durchzuführen.

Und, einigen von uns gelingt es zugleich …

  • früher in Projekte einzusteigen, beratend und begleitend.
  • gemeinsam mit Kolleginnen, Kollegen und Kunden die wirklich (!) relevanten Fragen zu identifizieren.
  • tiefer in Nutzungskontexte einzudringen, sie zu „durchdenken“.
  • Erkenntnisse fundiert einzuordnen,
  • Nutzer- und Unternehmensperspektive zu verbinden.
  • Entscheiderinnen und Entscheidern Sicherheit, Orientierung und Beratung zu geben.

Klingt für dich nach einer schönen Situation, ist aber für dich noch nicht Realität?
Schauen wir uns an, was dafür notwendig ist. Und lass uns gern gemeinsam etwas daran ändern: Für deine, für eine rosarote Zukunft dank KI.

Weiterlesen

Partystimmung, echte Probleme, schnelle Tests, wenig Aufwand, große Wirkung: Welchen Impact hat ein Usability Testessen?

Jedes Usability Testessen ist Werbung für uns: Für Menschen, die in der Marktforschung arbeiten, die tätig sind als User Researcherinnen und User Researcher.
Jedes Usability Testessen ist Werbung für unsere Branche.
Jedes Usability Testessen steigert die Wertschätzung für professionelle Tests mit „richtigen“ Menschen, steigert den wahrgenommenen Wert von Forschung und die Wertschätzung für Menschen, die in der Forschung arbeiten und jene, die an Studien teilnehmen.

Ganz schön viel – ja, das finde ich auch. Und, jetzt wird‘s verrückt:
All das gibt‘s bei einem Usability Testessen kostenlos!

Spätestens jetzt werden Sie vielleicht skeptisch? Oder sind anderer Meinung?
Oder einfach nur neugierig, wollen mehr Informationen?

Lassen Sie uns die letzte Frage zuerst angehen:

Was ist ein Usability Testessen?

Bei einem Usability Testessen lassen Gestalter und Gestalterinnen ihre Produkte von anderen, „echten“ Menschen testen. Sie selbst führen in 12 Minuten-Sessions qualitative, moderierte Tests ihrer Produkte durch – das können Websites, Apps, Prototypen, Werbemittel oder Geräte sein. Sie beobachten, fragen nach, lauschen ausgesprochenen Gedanken, Empfindungen und Wertungen der Tester und Testerinnen während jene ihre Produkte nutzen.

Weiterlesen

Wir haben ein Recht mit Menschen zusammenzuarbeiten für die wir Produkte gestalten!

Schon mal gehört? Ist angelegt an das Statement von Raul Krauthausen zum Thema Inklusion:

„Auch nicht-behinderte Menschen haben ein Recht darauf, mit behinderten Menschen zusammenzuleben!“.

Gelebte Inklusion, ohne jegliche Barrieren, auch jene im Kopf, ist eine Bereicherung für alle. Das gilt natürlich auch beim Gestalten digitaler Produkte & Services.

In dem Zuge möchte ich ein weiteres Zitat anführen:

„Barrierefreiheit ist für 10 % der Menschen unerlässlich, für 30 % notwendig und für 100 % nützlich (Anne-Marie Nebe).“

Nun werdet ihr, liebe Leser:innen, vielleicht denken:

  • Alter Hut!
  • Haben wir verstanden!
  • Digitale Barrierefreiheit ist Pflicht, es gibt formale Vorgaben, die halten wir ein.
  • Und zu unseren Nutzertests laden wir nun auch Menschen ein, die blind oder stark sehbehindert sind.

Reicht das aus?
Nein!

Mal abgesehen davon, dass die meisten Teststudios in zentralen Lagen unserer Großstädte im ersten Jahr der Wirksamkeit des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes alles andere als barrierefrei zugänglich sind (z.B. fehlende Ansage der Stockwerknummern in Fahrstühlen, keine taktil beschriftete Tasten in den Fahrstühlen), reicht es nicht aus Menschen mit Behinderungen in ein Teststudio einzuladen, sie dort zu beobachten und zu befragen.

Das ist klasse, keine Frage. Das ist super wertvoll, auch keine Frage.
Das darf im Sinne eines „Design for All“ aber nur ein Beginn sein!

Weiterlesen

Webcam Eye-Tracking – praktische Tipps für sinnvolle Einsatzbereiche

Können Sie erraten, wohin andere Menschen schauen? Vermutlich nicht immer. Ab und zu gelingt das den meisten Menschen aber schon. Um abzuschätzen wohin andere blicken, muss man in deren Augen schauen, die Augenbewegungen erfassen und der Blickrichtung folgen. Auf diese Weise kann man abschätzen was andere Menschen gerade anschauen. Genau so funktioniert Webcam Eye-Tracking im Prinzip auch.

Webcam Eye-Tracking kann die Informationsaufnahme abbilden und somit eine Grundlage schaffen, um die Verarbeitung von Informationen und die Wege hin zu Entscheidungen besser zu verstehen.

Beim Webcam Eye-Tracking nimmt die Webcam Ihres Rechners Ihr Gesicht und Ihre Augenbewegungen auf. Die Blickrichtung wird über die Erfassung Ihrer Pupille ermittelt. Sofern Sie einem Anbieter einer Webcam Eye-Tracking Lösung die Erlaubnis erteilten, überträgt dessen Software Ihre Blickposition auf dem Bildschirm und die Inhalte Ihres Bildschirm in eine Datenbank. Diese Blickpunkte können anschließend auf dem betrachteten Bildschirminhalt dargestellt werden – beispielsweise in Form eines Video, das Ihren Blickverlauf wiedergibt, oder in Form eines Wärmebildes (sogenannte „Heatmap“) zur Veranschaulichung der Blickdichte. Das Mapping von Blickrichtung und Bildschirminhalt erfolgt über diverse Rechenschritte. Jene Algorithmen sind das zentrale Asset eines Tool- und Lösungsanbieters für Webcam Eye-Tracking.

Weiterlesen