Kategorie: User Research (Seite 1 von 4)

Was bewirkt User Research wirklich? – Frederik Bader über die Wirkungen von User Research und den Research Promoter Score

User Research ist in vielen Unternehmen und Organisationen angekommen, dank erfolgreichen Promotoren und Promotorinnen für User Research. Fest verankert ist User Research jedoch nicht immer. Der Wert („Impact“) Menschzentrierte Gestaltung und Innovation wird immer mal wieder hinterfragt.

Was in solchen Momenten hilft: Die Wirkungen von User Research sichtbar machen, verständlich erklären, in überprüfbaren Daten, Zahlen und Fakten messbar machen.

Doch sobald es um Wirkungsmessung geht, wird es bekanntlich schwierig, schnell wird es subjektiv und im Ergebnis dann leider nicht wirksam. Viele Fragen kommen auf, Ansätze werden entwickelt, wieder verworfen, und nicht selten wird das Vorhaben dann ganz auf Eis gelegt.

Warum User Research Wirkung belegen muss!

Interne User Research Teams liefern Ergebnisse, Berichte und Empfehlungen, sie beeinflussen Entscheidungen, helfen die richtigen Dinge richtig gut zu gestalten, reduzieren Risiken, verhindern Fehlentwicklungen und schaffen Sicherheit. User Researcherinnen und User Researcher verändern Dinge zu besseren – das muss doch messbar sein?

 

Frederik Baader im Portrait bei / in einer Vortragssituation

Frederik Bader

Frederik Bader beschäftigt sich seit Jahren genau mit dieser Frage.
Für ihn endet User Research nicht beim Verstehen von Nutzerinnen und Nutzern. Wirkungen aus User Research Projekten entstehen dann, wenn Erkenntnisse Klarheit schaffen, Entscheidungen verbessern und Teams dabei unterstützt werden Risiken zu vermeiden und Erfolge zu feiern. Und genau das wollte Frederik messbar und damit sichtbar machen, wollte Wirkungen nachvollziehbar belegen. Wie ihm das gelang, das erfahren Sie in diesem Interview.

Im Gespräch erklärte Frederik mir, warum der direkte Nachweis von Umsatzwirkung oft in die falsche Richtung führt, wie sein Team begonnen hat, den Einfluss von User Research systematisch sichtbar zu machen, und wie der Research Promoter Score dabei hilft, Wirkungen dort zu erfassen, wo sie tatsächlich entstehen: In der kollegialen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit anderen Professionen und Teams aus der IT, dem Marketing und Produkt-Management – und auch dem Finanz- und Rechnungswesen.

Ich habe mich sehr auf dieses Gespräch gefreut. Bis dahin kannte ich Frederik vor allem durch seine Beiträge auf LinkedIn – und ich kann sagen: Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Auf geht’s – rein ins Interview.

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User Research, Erfahrung und Unternehmertum: Warum Management Buy-In im UX-Markt relevant wird!

Der Markt für User Research, UX Testing sowie Markt- und Kundenforschung befindet sich seit Mitte der 2020er Jahre in einem ausgeprägten Effizienzmodus. Stagnation beim Bruttoinlandsprodukt, Kostendruck und wirtschaftliche Unsicherheit prägen die deutsche Wirtschaft. Effizienz wird – spätestens jetzt, im Jahr 2026 – zum dominierenden Wertversprechen, das von Nutzer-, Markt- und Kundenforschung erwartet wird.

Warum Management Buy-In im UX-Markt gerade jetzt relevant wird, auf diese Frage möchte ich Ihnen Antworten bieten, möchte zum Nachdenken anregen. Auf geht’s … .

Warum Berufserfahrung im UX- und Research-Markt neu verhandelt wird!

Die Konsequenzen von Kostendruck und wirtschaftlicher Unsicherheit sind sind stets dieselben: Stellen werden abgebaut, Verträge aufgehoben, Abfindungen ausgehandelt – sowohl auf Unternehmens- als auch auf Dienstleisterseite. Besonders betroffen sind leider meistens jene, die seit 20 Jahren oder länger im Berufsleben stehen. Erfahrung, Verantwortung und handwerklich saubere Forschung stehen leider nicht im Rampenlicht, wenn Effizienz zur zentralen Messgröße wird. Sie zeigen sich in relativ hohen Gehälter und die werden in solchen Situationen oft nur als Kosten gesehen!

Für viele erfahrene User Researcherinnen und User Researcher stellt sich in dieser Situation eine grundsätzliche Frage:
Was tun, wenn man selbst betroffen ist?

Die bekannten Optionen liegen auf der Hand:

  • Abwarten
  • Fort- und Weiterbildung
  • berufliche Neuorientierung.

Nur selten wird in diesem Moment der Schritt ins Unternehmertum über ein Management Buy-In gewagt, wird der Einstieg in ein bestehendes Unternehmen als mitverantwortliche, unternehmerische und erfahrene „Management-Partnerin“, als erfahrener „Management-Partner“ überhaupt gesehen, geschweige denn gegangen.

Das ist genau jetzt, im Jahr 2026, aber eine echt vertane (Groß-)Chance!

Warum nicht mit Mitte 40, mit umfangreicher Berufs- und Lebenserfahrung, erstmals unternehmerische Verantwortung übernehmen, nicht allein, sondern gemeinsam mit erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern in einem bestehenden Unternehmen unserer Branche?#

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Vom Projekt- zum Produktgeschäft – und warum du Digitalagenturen meiden solltest, die für jeden arbeiten!

Im Jahr 2007 schrieb ich einen folgenschweren Satz in mein Notizbuch:

Weg vom Projekt, hin zum Produkt.

Seit 1996 war ich im Projektgeschäft aktiv:

  • Anfrage, Ausgangspunkt: Briefing mit klaren Fragestellungen, Leistungsanforderungen, Zielen und zeitlichen Eckdaten.
  • Gefordert: Leistungs- und Lieferbeschreibung gemäß Leistungsanforderung, gut begründetes Konzept zur Vorgehensweise und Preisangaben.

Nach einem Auftrag, stets ein Moment großer Freude, galt es für mich und mein Team die im Briefing genannten Projektziele zu erreichen, in höchster Qualität gemäß Leistungsanforderung zu liefern. Fast immer gelang uns das. Fast jeder „Are-You-Happy Call“ am Projektende war angenehm.

Nachhaltiger Unternehmenserfolg als Digitalagentur – so auf Dauer nicht möglich!
Zum Glück erkannte ich das 2007, und vergas es seitdem nur selten.

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Von der UX Task Force zur Partnerschaft mit dem Management: Kundenbedürfnisse als Entscheidungsgrundlage!

Wie gelingt es, UX als strategischen Erfolgsfaktor in einem Unternehmen zu verankern? In diesem Interview spreche ich genau darüber mit Inga Scharfenberg, der es gelang über eine UX Task Force viel Sichtbarkeit im Top-Management ihres Arbeitgebers zu erlangen. Sie gibt Ihnen tiefe Einblicke in ihre Arbeit als „Anwältin von Kunden und Kundinnen“.

Inga berichtet, wie sie mit einem kombinierten Methodenansatz, Co-Creation und gezielter Aufklärungsarbeit Werbung für UX Design und User Research macht und dem Top-Management immer wieder hilft die richtigen Dinge richtig gut zu gestalten.

Inga Scharfenberg bietet ein Zitat im Foto: „In digital ausgerichteten Unternehmen sollte eine UX Abteilung Pflicht sein. Wenn an den Nutzenden vorbei optimiert wird, bringt es nichts.“ Inga ist bei freenet tätig.Ich durfte Inga kennenlernen, als sie bei der freenet AG damit begann eine UX Task Force aufzubauen – und das mit Herzblut, viel Leidenschaft und klarem Verstand tat. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Energie, Sorgfalt und Erfolgen Inga „forschungsbasiertes“ UX Design im Unternehmen sichtbar machte und verankerte.

Inga ist eine Macherin – analytisch und empathisch zugleich, mit einem klaren Fokus auf Kundenzentrierung.

Sie vertritt die Perspektive der Nutzenden nicht nur konsequent, sondern auch strategisch klug: In ihrer Rolle als Mitarbeiterin Market Research & Customer Advocacy sorgt sie dafür, dass die Stimmen von Kunden und Kundinnen gehört werden – und zwar dort, wo Entscheidungen getroffen werden.

Im Gespräch gibt Inga Ihnen und mir tiefe Einblicke in ihren Weg, ihre (Erfolgs-)Methoden und ihr Selbstverständnis – und sie zeigt Ihnen damit auf, wie UX zur echten Entscheidungsgrundlage wird, und wie UX Designerinnen und Designer strategische Partner des Top-Managements werden.

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Strategisch, wirksam, verantwortungsvoll: UX im KI Zeitalter

Ich freue mich sehr, dass ich mit Christian Bopp über „KI für UX“ und „UX für KI“ sprechen konnte.
Christian und ich hatten bisher nur wenige Gelegenheiten zum Austausch und Gespräch – und das, obwohl wir schon viele Jahre in ähnlichen Feldern und Rollen tätig waren und sind.

Wann immer wir uns trafen und sprachen, nahm ich sehr viel mit. Ich schätze Christian als Mensch:
Er zeichnet sich durch seine ruhige, reflektierte Art aus, gepaart mit echter, wissenschaftlicher Neugier und dem Wunsch, Komplexität verständlich und wirksam zu machen.

Christian verbindet analytische Schärfe mit strategischem Weitblick – eine Kompetenz, die nur wenige Menschen in sich vereinen.

Christian Bopp im Portrait

Christian Bopp

Christian war Gründer und langjähriger Geschäftsführer von Facit Digital und berät heute über seine Firma UXima Unternehmen – von Start‑Ups bis zu international tätigen Konzernen – in nutzerzentrierten Forschungsprojekten.

Ein besonderer Fokus seiner Arbeit liegt auf der Integration von KI und KI-Tools in menschzentrierten Gestaltungs- und Innovationsprojekten.

Darüber sprechen wir in unseren Interview:
Seien Sie gespannt auf tiefe Einblicke, neue Sichtweisen und handfeste Empfehlungen, wie wir uns als User Researcher (w/m/d) und UX Professional (w/m/d) verändern müssen, um dank KI noch wertvoller und wirksamer zu werden, um wahrgenommen zu werden als strategische Partner für Unternehmer, Unternehmerinnen und Kunden.

Los geht’s …

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Partystimmung, echte Probleme, schnelle Tests, wenig Aufwand, große Wirkung: Welchen Impact hat ein Usability Testessen?

Jedes Usability Testessen ist Werbung für uns: Für Menschen, die in der Marktforschung arbeiten, die tätig sind als User Researcherinnen und User Researcher.
Jedes Usability Testessen ist Werbung für unsere Branche.
Jedes Usability Testessen steigert die Wertschätzung für professionelle Tests mit „richtigen“ Menschen, steigert den wahrgenommenen Wert von Forschung und die Wertschätzung für Menschen, die in der Forschung arbeiten und jene, die an Studien teilnehmen.

Ganz schön viel – ja, das finde ich auch. Und, jetzt wird‘s verrückt:
All das gibt‘s bei einem Usability Testessen kostenlos!

Spätestens jetzt werden Sie vielleicht skeptisch? Oder sind anderer Meinung?
Oder einfach nur neugierig, wollen mehr Informationen?

Lassen Sie uns die letzte Frage zuerst angehen:

Was ist ein Usability Testessen?

Bei einem Usability Testessen lassen Gestalter und Gestalterinnen ihre Produkte von anderen, „echten“ Menschen testen. Sie selbst führen in 12 Minuten-Sessions qualitative, moderierte Tests ihrer Produkte durch – das können Websites, Apps, Prototypen, Werbemittel oder Geräte sein. Sie beobachten, fragen nach, lauschen ausgesprochenen Gedanken, Empfindungen und Wertungen der Tester und Testerinnen während jene ihre Produkte nutzen.

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Wir haben ein Recht mit Menschen zusammenzuarbeiten für die wir Produkte gestalten!

Schon mal gehört? Ist angelegt an das Statement von Raul Krauthausen zum Thema Inklusion:

Auch nicht-behinderte Menschen haben ein Recht darauf, mit behinderten Menschen zusammenzuleben!“.

Gelebte Inklusion, ohne jegliche Barrieren, auch jene im Kopf, ist eine Bereicherung für alle. Das gilt natürlich auch beim Gestalten digitaler Produkte & Services.

In dem Zuge möchte ich ein weiteres Zitat anführen:

„Barrierefreiheit ist für 10 % der Menschen unerlässlich, für 30 % notwendig und für 100 % nützlich (Anne-Marie Nebe).“

Nun werdet ihr, liebe Leser:innen, vielleicht denken:

  • Alter Hut!
  • Haben wir verstanden!
  • Digitale Barrierefreiheit ist Pflicht, es gibt formale Vorgaben, die halten wir ein.
  • Und zu unseren Nutzertests laden wir nun auch Menschen ein, die blind oder stark sehbehindert sind.

Reicht das aus?
Nein!

Mal abgesehen davon, dass die meisten Teststudios in zentralen Lagen unserer Großstädte im ersten Jahr der Wirksamkeit des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes alles andere als barrierefrei zugänglich sind (z.B. fehlende Ansage der Stockwerknummern in Fahrstühlen, keine taktil beschriftete Tasten in den Fahrstühlen), reicht es nicht aus Menschen mit Behinderungen in ein Teststudio einzuladen, sie dort zu beobachten und zu befragen.

Das ist klasse, keine Frage. Das ist super wertvoll, auch keine Frage.
Das darf im Sinne eines „Design for All“ aber nur ein Beginn sein!

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User Researcher:innen haben das Zeug zum Unternehmer!

Unternehmerisch, gestaltend, visionär, strategisch denken und handeln:
Wer von Ihnen  ist Gestalter:in, Unternehmer, Unternehmerin, denkt strategisch, hat Visionen und formuliert sie? Wer von Ihnen arbeitet und handelt unternehmerisch und strategisch?

Es kommt drauf an! Worauf genau?
Vielleicht auf Ihre Rolle und Stellung im Unternehmen?
Das sollten Sie nicht zulassen.

Lassen Sie sich nicht in eine Ecke stellen, in die Sie nicht hingehören oder hingehören wollen. Bleiben Sie vielfältig und breit aufgestellt. Das gilt insbesondere für all jene, die die Rolle einer User Researchin, eines User Researchers inne haben.

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Digitale Barrierefreiheit: Einfach machen – Es könnte ja gut werden!

Wer barrierefrei gestalten will, der findet einen Weg. Wer das nicht will, der findet Ausreden.
Diese Aussage, angelehnt an das Buch von Raúl Aguayo-Krauthausen mit dem Titel „Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden!“, wird Matthias Blaß – mein Partner im Experten-Interview auf nutzerbrille.de – teilen und unterstützen.
Da bin ich mir fast zu 100% sicher.

Matthias Blaß hat in seinen Rollen als Product Owner und UX Professional schon viele Touren geplant und Wege eingeschlagen.
Wege die im Ergebnis zu erfolgreichen digitalen Produkten und Services führten. Erfolgreich sowohl im Sinne des Erreichens von vorgegebenen oder selbst gesetzten Zielen als auch im Sinne seiner Leidenschaft für barrierefreie Produktgestaltung.

Matthias Blaß, Produktowner und UX Professional im Portrait

Matthias Blaß, Product Owner & UX Professional seit 1998

Ich freue mich daher sehr, lieber Matthias, dass du mich und meine Leser:innen an deinen umfangreichen Erfahrungen teilhaben lässt.

2004 durfte ich das erste Mal von deinen Erfahrungen profitieren. Damals hast du als Gründer und Entwickler des ersten barrierearmen Seniorenportals Deutschlands (Lebensphasen(.)de) auf dem von der eresult GmbH ausgerichteten Usability-Kongress einen informativen und unterhaltsamen Vortrag zu den ThemenBarrierefreiheitund seniorengerechte Website-Gestaltung gehalten. Beide Themen waren damals für die meisten Teilnehmer:innen des Usability-Kongresses (noch) nicht besonders relevant – soweit ich mich noch erinnern kann.

Was war damals deine Motivation zu diesem Vortrag, welche (Kern-)Botschaft wolltest du als Missionar in Sachen barrierefreie Websitegestaltung teilen?

Matthias: Im Jahr 2002 traten sowohl das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) als auch die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) in Kraft. Diese verpflichteten insbesondere die Bundesbehörden sowie öffentliche Verwaltungen zur digitalen Barrierefreiheit. Parallel dazu kam Anfang der 2000’er Jahre mal wieder ein Trend im Marketing auf:
Die Generation 50plus war plötzlich super attraktiv.

Zu der Zeit arbeitete ich als Projektmanager in Digitalagenturen und wir entwickelten fancy Kampagnen-Webseiten, vornehmlich mit einer sehr grafiklastigen und hochgradig animierbaren Technologie namens Flash. Das Hauptproblem für uns war zu der Zeit der sogenannte “Browser War”. Das bedeutete, dass man für den Internet Explorer und den Mozilla Firefox spezielle Anpassungen programmieren musste, weil die Browser wenig standardisiert waren. Das ist heute ja nicht mehr so, aber das war noch vor dem ersten iPhone oder Alternativen wie Googles Chrome.

Einfach machen – Es könnte ja gut werden!

Matthias: Mich hat es immer genervt, dass man aus visuellen (Verkaufs)Gründen so viel Aufwand betrieben hat. Ich war schon damals der Meinung, dass man solche Projekte vereinfachen können muss. Und als dann die Themen 50plus und Barrierefreiheit kamen, war das für mich die persönliche Motivation:

„Ich wollte zeigen, dass man visuell ansprechende und funktionale Webseiten auch einfacher und zudem maximal zugänglich erstellen kann!“

Ich bin ja kein gelernter Softwareentwickler. Ich kann HTML und CSS und einfachen Programmcode verstehen. Aber das hat damals genügt, um Templates für ein Content-Management-System zu entwickeln und das erste barrierearme Senioren-Portal ins Leben zu rufen.

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Synthetische Nutzer: Von der Nutzung, über die Begeisterung, zum Verstehen!

Ich mag es sehr: Schnacken mit einem synthetischen Nutzer, einer synthetischen Nutzerin, die/der (Ziel-)Personen einer (Ziel-)Gruppe vertritt. Ich bin begeistert über das Erlebnis an sich, über die Möglichkeiten; darüber was ich (dazu-)lerne, erfahre und welch vielfältige, neue Fragestellungen und Thesen ich beim Chatten mit synthetischen Nutzer:innen („KI-Persona“) entwickele.
Fragestellungen und Thesen, die in nachgelagerten User Research Projekten erforscht werden können, ja sogar müssen. Tut man das nicht, dann bleiben falsche KI-Annahmen verborgen, dann können (empirisch) zutreffende KI-Annahmen nicht erkannt werden.

Meine Erfahrungen mit KI-Persona bringen mich zu der Erkenntnis (die noch eine These ist):

Synthetische Nutzer, die (Ziel-)Personen einer (Ziel-)Gruppe vertreten („KI-Persona“), werden den Persona-Ansatz aufwerten und zu mehr (primären, empirischen) User Research Projekten führen! 

Synthetische Nutzer im UX Design – nutzen ist Pflicht, verstehen ist Kür!

Für mich –  UX Designer der Generation „Golf“, der mit dem C 64 „groß geworden“ ist und das Internet während seines BWL- und Wirtschaftspsychologiestudiums kennenlernte – ist es nicht einfach wirklich zu verstehen, wie Large Language Models funktionieren und wie sie darauf hinwirken, dass ich so viel Begeisterung für KI-Persona entwickele. Ich lerne jeden Tag dazu, noch brauche ich aber Menschen, die mich dabei unterstützen sinnvolle und zielführende Eingaben („Prompts“) zu tätigen, die genügend, zielführende Informationen und Kontexte liefern, damit ich ein optimales Ergebnis beim Prompten erziele.

Ich freue mich sehr, dass ich Marius Jahrens, einem leidenschaftlichen Bio- und Neuroinformatiker,  kennenlernen und ihm heute einige Fragen stellen durfte. Fragen, die hoffentlich auch für Sie, lieber Leser:innen von Nutzerbrille, interessieren.

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